Politische Umdeutung der Coronakrise

Erste Stimmen, die man dazu hört, befürworten den Einsatz von entsprechender Technologie. Das RKI empfiehlt derlei Möglichkeiten zu prüfen schon seit vielen Wochen.

Wir sind hier mittlerweile ein eingespieltes Team. Die von mir vorgetragenen Welt(be-)deutungen im Rahmen der Pandemie, werden am Frühstückstisch von den anderen in den Kontext für das private Leben gehoben. Da stehen ein paar Pläne fürs Frühjahr an, die derzeit wohl dem Kontaktverbot geopfert werden müssen. Wir sind uns einig, das davon die Welt nicht untergeht. Doch wünschen wir uns natürlich, es möge nicht allzu lange dauern. Oder braucht unsere Gesellschaft diese tieferreichende Erfahrung?

Verfolgt man die Berichterstattungen, wollen die ersten “den Karren schon wieder ans Laufen kriegen”. Am besten vor Ostern. Mit der Morgen beginnenden Woche werden diese Diskussion den Weg ebnen, sich als Gesellschaft über die freiwillige, anlassbezogene Überwachung mithilfe unserer Smartphones einigen zu müssen.

Erste Stimmen, die man dazu hört, befürworten den Einsatz von entsprechender Technologie. Das RKI empfiehlt derlei Möglichkeiten zu prüfen schon seit vielen Wochen. Über unsere Smartphones könnten so die nicht-pharmazeutischen Interventionen (NPI) unterstützt werden.Würdest Du Dir eine zur Verfügung stehende App installieren? Und falls ja, unter welchen Bedingungen?Noch ist unser Verteiler recht klein. Deshalb schreib mir gern, was Du darüber denkst. Ich werde das Thema gleich auch in der HEALZZ.community zur Diskussion stellen. Gern kannst Du dort mitdiskutieren oder Du greifst Dir ein Zeitgeschenk aus meinem Kalender, um das mit mir das oder auch gern jedes andere Thema persönlich zu besprechen.

Derzeit beginnt die Interpretation zur politischen Bedeutung des Virus. Vielleicht weil Trump das neue SARS Virus als China-Virus bezeichnet, versucht China den Ursprung der Pandemie umzudeuten. Wie die NZZ berichtete, hat ein Wissenschaftler zunächst sogar behauptet, Italien habe sich das Coronavirus aus Bayern eingeschleppt. Dieses Tool trug dazu bei, dass er sich mittlerweile entschuldigt hat.

Ein wenig lenken diese Diskussionen meiner Meinung davon ab, uns klar zu machen, dass wir als Menschen global eine Einheit bleiben. Die Folgen erinnern an ein weltkriegsartiges Szenario, das kaum mehr räumlich begrenzt bleibt, sondern jeden betreffen wird. Auch wenn man nicht unmittelbar vom COVID-19 betroffen sein muss. Die wirtschaftlichen Folgen und Weltbedeutungen drängen in unsere privaten Umstände. Etwas, das es in seiner globalen Bedeutung so noch nicht gegeben haben dürfte. Wir werden das hier in der ChatVisite weiter besprechen.

Chatvisite #3

Mit der ChatVisite starte ich anlässlich der Coronakrise ein neues Format. In Zusammenarbeit mit der HEALZZ.community und Transformation Leader erhalten Interessierte (hoffentlich) täglich persönliche Überlegungen zur aktuellen Situation und darüber hinaus für post-pandemische Zeiten für eine smarte Versorgung.

Unter chatvisite.smartr.care kannst Du das Editorial Update
für Dein E-Mail Postfach bestellen.

Persönlich engagiere ich mich seit dem letzten Jahr beim Deutschen Netzwerk für Gesundheitskompetenz e.V. – und dort speziell in der Fachgruppe Medien. Aus der Arbeit heraus darf ich Dich auf das COVID-19 Health Literacy Project aufmerksam machen. Wir dürfen nicht aufhören, aufzuklären. Vor allem präventiv. Die Hinweise und Informationsblätter gibt es auch auf Deutsch.

Ansonsten bekommen Stimmen wie die des brasilianischen Präsidenten Bolsonaro auch hierzulande Konjunktur. Obwohl drei Viertel der Deutschen die aktuellen Maßnahmen unterstützen. Es bleibt ein Rest aus Immer-Noch-Kritiker und Müde-Werdenden, die sich vielleicht eine Kampagne wünschen, die das Social Distancing anders herum verstehen wollen und unsere Gesellschaft an den Rand der Belastung führen.

Ich wünsche Euch allen viel Geduld für die nächste Zeit. Gestern wurde verkündet, dass die Kontaktsperren mindestens bis zum 20.04.2020 andauern. Die unterschiedlichen Verordnungsstände findet Ihr auf dieser Seite. Der ist dann auch zu entnehmen, dass man sich in Baden-Württemberg schon jetzt auf den 15.06.2020 einrichtet. Das würde sich auch mit den Erkenntnissen decken, die den Einschätzungen des Robert-Koch-Instituts aus dem Jahre 2012 zu entnehmen sind. Wer sich für das Szenario einer damals angenommenen Pandemie interessiert, möge bitte im Dokument auf Seite 55 blättern.

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Frank Stratmann arbeitet als Mentor und Wissensarbeiter mit Akteuren des Gesundheitswesens. Projekte findet er dort, wo die Anwesenheit des Internets als exogene Quelle für Veränderung und Wandel Gesundheitsunternehmen unangenehm aus der Stresstoleranz kippen lässt.
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Das Beispiel der Schnorchelmasken zeigt, wie erfinderisch die Coronakrise macht. Es bleibt zu hoffen, dass wir den Status der Wohlfühldigitalisierung überwinden.

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Überlegungen hier im Blog drehen sich auch um die mediale Transformation von Gesundheitsbeziehungen. Nach meiner Einsicht verändert die Digitalisierung die Verhältnisse, in denen Gesundheit gelingt. Verändern sich die Verhältnisse, wandeln sich die Beziehungen.
Frank Stratmann
Mensch, Wissensarbeiter & Mentor